Agri-PV verringert Frostschäden
Anfangs glaubte Landwirt Roland Wittner seine gesamte Mohnernte für dieses Jahr verloren, die Frostnächte hätten alles kaputt gemacht. Dann kam bei einer Inspektion am EWS Sonnenfeld in Bruck/Leitha die Erkenntnis: Nicht alles ist kaputt, offensichtlich sind die Pflanzen zwischen den Sonnenfängern gegenüber der unverbauten Referenzfläche besser davongekommen und sind wesentlich dichter gewachsen als auf den Referenzflächen ohne PV-Paneele. Das lässt die Vermutung zu, dass die PV-Paneele eine Schutzfunktion gegen Frostschäden ermöglichen.
Biolandwirt Roland Wittner ist zuständig für den Mohnanbau am EWS Sonnenfeld in Bruck/Leitha, er meint dazu: „Ja, das kann man durchaus so bewerten. Es ist jedenfalls augenscheinlich, dass vor allem in der Mitte der Bewirtschaftungsstreifen und dort wo der kalte Wind nicht hinkommt, der Pflanzenwuchs eindeutig besser ist. Man sieht heuer auch beim Weizen sehr gut, dass das Kleinklima zwischen den Paneelen anders ist.“
Schutz vor Bodenfrost durch Sonnenfänger und PV-Module
Die Installation von PV-Modulen über landwirtschaftlichen Flächen kann dazu beitragen, den Boden vor direkter Einwirkung durch kaltes Wetter zu schützen. Außerdem können PV-Module tagsüber Wärme absorbieren und diese nachts abstrahlen, was ebenfalls dazu beitragen kann, die Temperatur in der Nähe der Module zu erhöhen. Dies kann den Boden vor Frostschäden bewahren und das Risiko von Ernteausfällen verringern.
Es ist zwar zu vermuten, dass bei extrem niedrigen Temperaturen oder länger anhaltenden Frostperioden die Schutzwirkung nicht ausreicht und auch die spezifischen Standortbedingungen berücksichtigt werden müssen, insgesamt kann Agri-PV dennoch zur Verbesserung der landwirtschaftlichen Resilienz gegenüber Frost beitragen.



