Bezirk Braunau setzt auf Erneuerbare Energie
Die Transformation der Energieversorgung zu einer sicheren, heimischen und günstigen Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und Speichern ist längst auf Schiene. Energieprojekte wie der Windpark Munderfing und die Agri-PV Anlagen in Pischelsdorf am Engelbach, St. Veit im Innkreis, Mining, Höhnhart und in weiteren Gemeinden sind gute Beispiele dafür. Heimische Unternehmen, wie EWS aus Munderfing, mit ihrem Team aus mehr als 100 hochqualifizierten Expert:innen, arbeiten mit Hochdruck an der Energiewende.
Immer mehr Braunauer Gemeinden übernehmen Verantwortung für die Energiezukunft. Mit konsequentem Ausbau von Wind- und Photovoltaikprojekten setzt die Region ein deutliches Zeichen für eine günstige, sichere Stromversorgung für uns alle. Unser Bezirk hat genug erneuerbares und flächensparendes Energiepotenzial für seinen Gesamtstrombedarf, der jährlich bei 1,020 TWh liegt und mit 53 Windrädern und 23 Agri-PV-Anlagen abgedeckt werden kann. Mit den dazugehörigen Speichersystemen und nur geringen Netzanpassungen ist dieser Ausbau in den nächsten 10 Jahren umsetzbar.
Dank modernster Technologien und einer starken regionalen Zusammenarbeit entwickelt sich der Bezirk Braunau zu einem Vorzeigemodell für ganz Oberösterreich.
Joachim Payr, Geschäftsführender Gesellschafter von EWS: „Seit Jahrzehnten, und gerade jetzt wieder, spüren wir schmerzhaft wie unsere Abhängigkeit von importiertem Gas und Öl immer wieder auch als Waffe gegen unser Land und unsere Wirtschaft eingesetzt wird. Die Antwort darauf ist klar: Wir müssen unseren Energieimportanteil, der in Oberösterreich bei rund 61 % (!) liegt, so gering wie möglich machen. Das geht nur mit einem konsequenten landeseigenen Stromausbau, der wiederum am schnellsten, günstigsten und verlässlichsten durch den Ausbau von Wind- und Solarenergie gelingt. Das Positive daran ist, dass wir damit nicht nur die Verfügbarkeit und die Kosten in der Hand haben. All die Milliarden, die wir jetzt noch in fossile Stromimporte stecken, können wir dann in die eigene Wirtschaft und in heimische Arbeitsplätze investieren. Wir müssen auch daran denken, dass eine verlässliche Stromversorgung eine entscheidende Bedeutung für das Funktionieren unserer Gesellschaft hat. Sie ist daher als kritische Infrastruktur (KRITIS) für die öffentliche Sicherheit und somit Teil der Landesverteidigung von enormer Bedeutung.“
Wind und PV kombiniert mit Speichersystemen
Was wir für ein funktionierendes Energiesystem brauchen, ist eine möglichst konstante Energieerzeugung über das gesamte Jahr. Gerade die Kombination aus Photovoltaik, überwiegend im Sommer, und Windkraft im Winter, ergänzt durch Wasserkraft und moderne Speichertechnologien wie Pumpspeicherkraftwerke und zusätzliche Batteriespeicher, sind dafür ideal geeignet. Durch eine intelligente Netzinfrastruktur werden die zeitlich versetzten Erzeugungsmuster ausgeglichen, indem überschüssige Energie gespeichert und bei Bedarf wieder eingespeist wird. Ein sogenanntes „Smart Grid“, als intelligentes Stromnetz, steuert und überwacht den Stromfluss zwischen Erzeugern, Verbrauchern und Speichern in Echtzeit und sorgt für eine stabile Stromversorgung. Das alles ist keine Zukunftsmusik und funktioniert bereits in vielfach umgesetzten Hybridparks aus Wind, Sonne und Speicher.

