Ausschreibung Speicher-Komponenten für Batteriespeicher und Netz
Ausschreibung von Batteriespeichersystemen inkl. Netzinfrastruktur: Wir begleiten Sie von der Vorbereitung bis zum Vertragsabschluss.
Die Ausschreibung von Batteriespeichersystemen erfordert technisches Know-how, Marktkenntnis und ein sicheres Händchen in der Verhandlung. Wir begleiten Sie im gesamten Ausschreibungsprozess: von der strukturierten Vorbereitung über die Auswahl geeigneter Anbieter:innen bis zum Vertragsabschluss. Batteriespeichersysteme und die zugehörige Netzinfrastruktur sind wesentliche Kostenblöcke eines Speicherprojekts. Eine strukturierte Ausschreibung macht die Angebote verschiedener Anbieter vergleichbar und schafft eine belastbare Entscheidungsgrundlage. Technische Anforderungen, Netzanbindung und vertragliche Regelungen betrachten wir dabei von Anfang an gemeinsam. Für öffentliche Auftraggeber im Sinn des Bundesvergabegesetzes gilt, soweit der Auftrag in dessen Anwendungsbereich fällt, die Pflicht zu einer neutralen Leistungsbeschreibung, damit die Angebote vergleichbar bleiben. Die Zahl der Vollzyklen pro Tag muss zu Garantiezeit und garantiertem Energiedurchsatz passen. Auch die Gewährleistung für Wechselrichter, Transformator und Hilfssysteme sollte klar geregelt sein.
Bei Speichersystemen entscheiden die Details der Leistungsbeschreibung. Brutto-, Netto- und nutzbare Kapazität sollten getrennt ausgewiesen werden, ebenso die verfügbare Leistung unter realen Bedingungen wie Ladezustand, Temperatur und Alterung. Der Round-Trip-Wirkungsgrad ist nur aussagekräftig, wenn Verluste von Wechselrichter, Transformator und Hilfsenergie für Kühlung und Steuerung eingerechnet sind. Die Kapazität nimmt durch Zyklen und Standzeit ab, deshalb müssen Garantiebedingungen zu Restkapazität, Zyklenzahl und Betriebstemperatur zum geplanten Fahrprofil passen. Auch Inbetriebnahmefristen nach der Lieferung können Garantie und Zustand beeinflussen. Leistungskennlinien über Ladezustand, Temperatur und Alterungszustand sind zu prüfen: Der Kapazitätsverlust kann früh stark sein, obwohl eine Garantie erst am Laufzeitende greift, und die Restkapazität kann vorhanden sein, während die Lade- und Entladeleistung bereits nachlässt.
Weitere Punkte sind die Zahl unabhängiger Wechselrichter-Einheiten, Reaktions- und Wiederherstellungszeiten bei Störungen, die Ersatzteilversorgung, die Zugriffsrechte auf Energiemanagement und Fernzugriff sowie Entsorgung und Recycling. Für den Netzanschluss muss das Gesamtsystem zertifizierbar sein; relevant sind außerdem die Regelungsdynamik und die Frage, ob Schwarzstart und Netzbildung gefordert sind. Die Zellchemie ist sicherheitsrelevant: LFP-Zellen gelten im Allgemeinen als thermisch stabiler als NMC-Zellen; das konkrete Brandverhalten ist anhand der Zell- und Systemdaten zu beurteilen. Hinzu kommen Nachweise zum Brandverhalten und die Anforderungen der EU-Batterieverordnung. Zu klären sind außerdem Modultausch statt Zellreparatur, die begrenzte Lagerfähigkeit, offene Schnittstellen mit Rohdatenzugriff statt proprietärer Blackbox-Lösungen, Firmware-Abhängigkeit und Cybersecurity sowie die Frage, wer der belastbare Garantiegeber ist.
Dank unserer Erfahrung im Bereich Energiespeicher und einem starken Netzwerk an Hersteller:innen achten wir darauf, dass Ihre Ausschreibung technisch präzise und wirtschaftlich sinnvoll aufgestellt ist. Die Ausführungsplanung für Batteriespeicher liefert dafür die technischen Vorgaben. Für die Bau- und Elektrogewerke läuft eine eigene Ausschreibung; die Beschaffung und Lieferung der Speicher koordinieren wir im Anschluss. Wirtschaftlich eingeordnet wird die Beschaffung im Investitions- und Betriebskostenplan für Speicher und Netz.
