Biologisch-ökologisches Monitoring für Windparks im Betrieb
Biologisch-ökologisches Monitoring für Windparks: Wir unterstützen Sie bei behördlichen Auflagen mit regelmäßigen Kontrollen und fundierten Datenerhebungen.
Windenergie ist ein zentraler Baustein der Energiewende, doch auch der Schutz von Natur und Artenvielfalt muss gewahrt bleiben. Wird für Ihre Windenergieanlage ein biologisch-ökologisches Monitoring behördlich gefordert, unterstützen wir Sie. Durch regelmäßige Kontrollen und fundierte Datenerhebungen können Sie Ihren Windpark umweltverträglich und gesetzeskonform betreiben. Unser Biologie-Team deckt alle notwendigen Fachbereiche ab: Vögel, Fledermäuse, Amphibien, Reptilien, Insekten und Botanik. Für jeden Standort entwickeln wir ein eigenes Monitoringkonzept, das auf Standort und Anforderungen abgestimmt ist. Die Ergebnisse erhalten Sie in aussagekräftigen Berichten samt Empfehlungen. Da wir mit unseren Standorten in Wien, Parndorf und Munderfing nah an Ihrem Windpark sind, sind unsere Expert:innen schnell vor Ort.
Beim Fledermausmonitoring an der Windkraftanlage ist das Gondelmonitoring ein häufiges Instrument. Dabei wird die Fledermausaktivität im Betrieb akustisch in Gondelhöhe erfasst und gemeinsam mit Windgeschwindigkeit und Temperatur ausgewertet. Aus den Daten lässt sich ein Betriebsalgorithmus ableiten, der die Anlage in Zeiten hoher Aktivität zeitweise abschaltet, sodass das Kollisionsrisiko sinkt. Messdauer und Abschaltalgorithmus werden standortbezogen festgelegt und richten sich nach Bescheid, Datengrundlage und fachlicher Auswertung. Anzahl und Auswahl der Messanlagen ergeben sich aus Bescheid und fachlichem Monitoringkonzept, und der Algorithmus berücksichtigt Jahres- und Nachtzeit. Bleibt die Aktivität nachweislich gering, kann der Betrieb je nach Auflage ohne Einschränkung erfolgen. Die gemeinsame Auswertung der akustischen Daten mit Windgeschwindigkeit und Temperatur ermöglicht es, Abschaltzeiten gezielt festzulegen statt pauschal.
Für das Monitoring im Windpark sind standortspezifische Daten wichtig, weil sich die Aktivität stark unterscheidet. Die Fledermausaktivität kann sich zwischen Bergwald- und Flachlandstandorten unterscheiden, auch im jahreszeitlichen Verlauf, und ist standortspezifisch zu erheben. Algorithmen aus dem Flachland lassen sich daher nicht einfach übertragen. Sinnvoll sind mehrjährige Messungen an mehreren Anlagen eines Parks, ergänzt um Schlagopfersuchen, um die Wirkung der Abschaltung zu überprüfen. Die Aktivität schwankt stark zwischen Jahren, Anlagen und einzelnen Nächten und kann sich auf wenige Nächte konzentrieren; Ausmaß und Verteilung sind standort- und jahresabhängig. Die Abschaltzeiten sind deshalb Teil des Betriebs und werden nach den ersten Auswertungen angepasst. Beim Vogelmonitoring im Windpark stehen Auffälligkeiten und Kollisionsereignisse im Vordergrund, besonders bei seltenen, geschützten Arten wie Seeadler, Kaiseradler oder Großtrappe.
Die Grundlage legen oft die naturschutzfachlichen Detailerhebungen in der Planung und die Umweltbaubegleitung während des Baus. Neben der Ökologie sind im Betrieb auch Schallauflagen ein Thema, die Schallemissionsmessung an Windenergieanlagen behandelt die Nachvermessung. Auch für Photovoltaik gibt es ein Monitoring für PV-Anlagen.

