Technische Due Diligence (TDD) für Batteriespeicher und Netzinfrastruktur
Technische Due Diligence für Batteriespeicher und Netzinfrastruktur: unabhängige Analyse aller technischen Aspekte als Grundlage für Ihre Investition.
Energiespeicher und Netzinfrastruktur sind zentrale Bausteine des Smart Grids der Zukunft. Sie sind anspruchsvoll und investitionsintensiv. Eine fundierte Technische Due Diligence (TDD) bewertet Chancen und Risiken objektiv und sichert Ihre Investition ab. Wir analysieren strukturiert und unabhängig alle technischen Projektaspekte vom Konzept über die Umsetzung bis zum Betrieb.
Eine Technische Due Diligence kommt vor allem bei Finanzierung, Kauf oder Beteiligung zum Einsatz. Sie ersetzt keine Planung, sondern prüft unabhängig, ob Technik, Verträge und Kostenansätze eines Projekts tragfähig sind. Bei der technischen Due Diligence für Batteriespeicher steht die Speichertechnologie im Mittelpunkt: Entscheidend sind die Zellchemie und die Systemauslegung, der Wirkungsgrad über einen vollen Lade- und Entladezyklus und die zu erwartende Alterung, denn die nutzbare Kapazität sinkt mit der Nutzung. Ob und wie die Nennkapazität über die Betriebsdauer erhalten wird, wirkt direkt auf die Erträge. Auch das Betriebskonzept gehört dazu, weil Peak Shaving, Lastverschiebung oder Eigenverbrauchsoptimierung die Zyklenzahl unterschiedlich belasten. Die Ergebnisse fließen in eine Risikoübersicht, auf die sich Investitionsentscheidungen stützen können.
Zur Netzanbindung gehört die Prüfung der Netz- und Regulatorikanforderungen. Bei der Technischen Due Diligence für einen Batteriespeicher stehen dabei der Netzzugangsvertrag mit dem Netzbetreiber, die vorübergehende und endgültige Betriebserlaubnis und der Nachweis im Blick, dass die technischen Anforderungen an Erzeugungsanlagen eingehalten werden. Der Netzbetreiber kann Vorgaben zu Wirk- und Blindleistung machen, die der Speicher umsetzen können muss. Gültigkeit des Netzanschlussangebots sowie Fristen für Umsetzung und Inbetriebnahme ergeben sich aus dem konkreten Angebot, dem Vertrag und den anwendbaren Netzregeln. Behördliche Verfahren bleiben ein Risiko für den Zeitplan. Auch das Messkonzept gehört dazu, denn es muss zu Netzentgelten und Herkunftsnachweisen passen.
Die Genehmigungslage ist Teil der Dokumentenprüfung: Bewilligungsbescheide, Baugenehmigungen und der Brandschutz müssen zur Anlage passen. Beim Brandschutz geht es um Abstände, Zufahrt, Löschwasserversorgung, Brandmeldeanlage, Gaserkennung und Lüftung sowie einen Brandschutzplan mit Notfallkonzept, weil Lithium-Ionen-Zellen bei thermischem Durchgehen Gase freisetzen können. UL 9540A kann als Prüfmethodik zur Bewertung des thermischen Durchgehens herangezogen werden, die brandschutztechnischen Anforderungen ergeben sich aus dem anwendbaren Recht und den Projektbedingungen. Zusätzliche Anforderungen an die Brandschutzorganisation und an Mindestabstände, etwa bei Aufstellung neben Trafostationen, PV-Freiflächen oder Windenergieanlagen, sind anhand der geltenden Vorschriften und des konkret anwendbaren Regelwerks zu prüfen, was bei Hybridstandorten sowie für Betriebskosten und Verträge relevant sein kann. Wir fassen Risiken und Kosten übersichtlich zusammen und stellen Stärken und Schwächen gegenüber. Die Kosten bewerten wir im Investitions- und Betriebskostenplan, Fördermittel behandelt die Abwicklung des Förderansuchens. Die Netzseite entsteht bereits in der netztechnischen Konzepterstellung. Auch für Windprojekte führen wir eine Technische Due Diligence durch.
