Lastganganalyse für Batteriespeicher und Netz
Die Lastganganalyse für Batteriespeicher bestimmt, wie viel Speicher Ihr Projekt wirklich braucht, und zeigt Belastungen im Netz auf.
Ein Lastgang ist die zeitliche Abfolge von Leistungswerten, bei Verbrauch und Einspeisung meist in Viertelstundenwerten. Viertelstundenwerte sind die übliche Auflösung für Abrechnung und Lastgangauswertung, gröbere Mittelwerte glätten Spitzen, und für kürzere technische Spitzen kann eine feinere Auflösung erforderlich sein. Wir analysieren Ihre Verbrauchs- und Einspeiseprofile im Detail, inklusive Lastspitzen, Tagesverläufen und saisonalen Schwankungen. Auf Basis dieser Daten bewerten wir den tatsächlichen Bedarf an Speichern und erkennen Belastungen im Netz. Je nach Betriebsweise ergeben sich unterschiedliche Fragestellungen: Ein Speicher am Verbrauchsstandort kappt Spitzen, ein Speicher bei Erzeugung glättet die Einspeisung, und ein Speicher mit zeitabhängigen Tarifen lädt bei niedrigen und entlädt bei hohen Preisen. Jede dieser Rollen verlangt ein anderes Bild des Lastgangs und andere Reserven für Alterung und Wirkungsgradverluste.
Typische Fragen bei der Lastganganalyse für Batteriespeicher sind: Wann treten Lastspitzen auf? Wie groß muss der Speicher sein, damit er den Bedarf deckt? Wie stark belastet die Einspeisung das Netz? Die Lastganganalyse beantwortet sie mit Daten statt mit Schätzungen. Dabei sind zwei Größen zu trennen: Die Leistung in Kilowatt oder Megawatt bestimmt, wie hoch eine Spitze sein darf, die der Speicher abfängt. Die Kapazität in Kilowattstunden entscheidet, wie lange er sie halten kann. Der Speicher muss außerdem zwischen zwei Spitzen wieder laden können, ohne selbst eine neue Spitze zu erzeugen. Für Verbraucher ist die Spitze auch wirtschaftlich relevant, denn bei lastganggemessenen Verbrauchern bemisst sich das leistungsbezogene Netzentgelt nach den Höchstwerten der Viertelstundenleistung, Einzelheiten regeln die jeweils geltenden Tarifbestimmungen. Besonders profitieren Standorte mit hohen, aber kurzen Spitzen bei insgesamt geringem Energiebedarf.
Bei Standorten mit Erzeugungsanlagen kommt die Einspeiseseite hinzu. Ein Speicher kann Einspeisung zeitlich verschieben und helfen, die vereinbarte Anschlussleistung einzuhalten. Ob er aus dem Netz laden und wieder einspeisen darf, wirkt auf Messkonzept und Netzentgelte: Der Hauptzähler erfasst Bezug und Einspeisung am Anschlusspunkt, Unterzähler erfassen einzelne Anlagen, und bei Speichern, die einspeisen können, werden Bezug und Lieferung je nach Messkonzept getrennt erfasst, etwa über getrennte oder virtuelle Zählpunkte; das Messkonzept ist mit Netzbetreiber und Messstellenbetreiber abzustimmen. Die Lastganganalyse bildet die Grundlage für die Auslegung und für die Abstimmung mit der Netzbetreiberin. Daraus entwickeln wir passgenaue Lösungen für ein stabiles, effizientes und wirtschaftliches Gesamtsystem, abgestimmt auf Ihre Erzeugungs- und Verbrauchssituation.
Berechnet wird mit modernen Methoden zu Lastfluss, Kurzschluss, Verlustoptimierung und thermischer Dimensionierung. Ein Expert:innen-Team im Bereich Elektrotechnik begleitet Sie dabei. Als Nächstes folgt das netztechnische Konzept für Speicher, die Verbindung mit Erzeugung planen wir in der Hybridparkplanung mit Batteriespeicher und Netz. Die Ergebnisse helfen auch in der Projektvorstellung und Öffentlichkeitsarbeit bei Gemeinde und Anrainer:innen. Wie sich Lastgänge bei Erzeugungsanlagen auswirken, zeigen die Lastganganalyse für Windenergieanlagen und die Lastganganalyse für PV-Anlagen.
