Agri-PV als Klimawandelanpassungsmaßnahme
Als technisches Ingenieurbüro für Windenergie- und Agri-PV Projekte kennen wir die Potenziale, die in diesem Bereich noch schlummern. In Kombination mit Speicher- und Netztechnologien sind sie ein wesentlicher Hebel für die nachhaltige, heimische Energieerzeugung - nur dadurch können wir langfristig Energieversorgungs- und Preissicherheit erreichen.
Ein besonderer Aspekt von Agri-PV Projekten wird uns gerade im heurigen Dürresommer nochmal deutlicher. Bereits in der Vergangenheit zeigten sich auf unseren EWS Sonnenfeldern® immer wieder klare Vorteile in der Wechselwirkung von Photovoltaik und Landwirtschaft, die insbesondere bei Wetterextremen, wie anhaltende Frost- und Hitzeperioden, zum Tragen kommen.
"Wir stellen vermehrt eine gewisse Schutzfunktion für Pflanzen und Böden fest. Deutlich wird das etwa heuer auf den 12 m Bewirtschaftungsbreiten am EWS Sonnenfeld in Bruck an der Leitha. Dort haben wir in diesem Jahr im Vergleich zur Kontrollfläche ohne PV-Module einen Mehrertrag von 14 % (!). Wir denken daher, dass Agri-PV eine echte Klimawandelanpassungsmaßnahme darstellt. Die im Übrigen nicht nur die agrarischen Erträge stabilisiert, sondern bei nachgeführten PV-Modulen, wie unseren Sonnenfängern, auch die Solarstromerzeugung. Gerade in den Morgen- und Abendstunden können nachgeführte Module Mehrerträge im Vergleich zu fix aufgeständerten Anlagen von 20 % erzielen.“, so Alina Mirwald.
Synergieeffekte als Mehrwert für agrarische Flächen
Natürlich spielen in der Landwirtschaft immer mehrere Aspekte zusammen, die in der Summe Einfluss auf die Ernteergebnisse haben und die der Landwirt, die Landwirtin im Blick haben und gut abstimmen muss. Für die Wechselwirkungen von PV-Modulen und Landwirtschaft bei Agri-Photovoltaik gibt es zwar erste feststellbare Synergieeffekte. Langzeitstudien fehlen aber noch. Die Komplexität aus Standort, Pflanzenkultur, Bodenverdichtung beim Bau der Anlage und die regionalen Wetterverhältnisse erschweren zudem generelle Aussagen.
Die Universität für Bodenkultur Wien begleitet als wissenschaftliche Partnerin das EWS Sonnenfeld Bruck an der Leitha mittlerweile bereits seit mehr als drei Jahren. Daten werden gesammelt, Auswertungen gemacht und Erkenntnisse abgeleitet. Aktuell werden die Ernteerträge vom Winterweizen im laufenden Jahr ausgewertet und fließen noch in den Abschlussbericht der Forschungsarbeit ein, der Ende des Jahres veröffentlich werden soll. Dann werden wir die Zusammenhänge noch besser verstehen und können das EWS Sonnenfeld® weiter optimieren - für die Energiewende und für die Landwirtschaft.




