06.07.2026

Salzburger e5-Gemeinden zu Besuch am EWS Sonnenfeld Pischelsdorf

Wie können Gemeinden die Energiewende aktiv mitgestalten?

Dieser Frage gingen 20 Vertreter:innen aus Salzburger e5-Gemeinden bei einer Exkursion zum EWS Sonnenfeld Pischelsdorf am Engelbach sowie zu einer Agri-PV-Anlage in Lamprechtshausen nach.

Österreichweit gibt es 287 Gemeinden und Städte aus 6 Bundesländern, die am e5-Programm teilnehmen, um ihre Energie- und Klimaschutzpolitik zu modernisieren, Energie und damit Kosten zu sparen und erneuerbare Energieträger verstärkt einzusetzen. 

Im Mittelpunkt der Exkursion standen Gespräche mit Projektentwickler:innen sowie der Austausch mit Landwirt:innen zur Flächenbewirtschaftung. Sie zeigte insgesamt, dass Freiflächenanlagen zur Deckung des steigenden Strombedarfs unerlässlich sind und sie darüber hinaus regional erzeugten Strom zu niedrigsten Gestehungskosten liefern. Agri-PV wurde als Ansatz verstanden, um landwirtschaftliche Nutzung und regionale Energiestrategien miteinander zu verbinden. Die Gemeinden übernehmen eine zentrale Rolle, da sie im Rahmen der Flächenwidmung über die Kennzeichnung geeigneter Flächen entscheiden.

Fabian Neubacher, Fachlicher Leiter der Projektabwicklung bei EWS, führte durch die Agri-PV Anlage in Pischelsdorf und bringt die Vorteile vom EWS Sonnenfeld® auf den Punkt: "Die Kombination aus dem Sonnenverlauf nachgeführten Sonnenfängern und bifacialen Glas/Glas Modulen, welche beidseitig Sonnenlicht in Strom umwandeln, erlaubt eine kontinuierliche Stromerzeugung im Tagesverlauf. Das ergibt bis zu 20 % mehr Stromerträge im Vergleich zu starren Systemen und dies vor allem in den Morgen – und Abendzeiten. Bewirtschaftungsbreiten werden an die betrieblichen Bedürfnisse angepasst. Die gezielte Steuerung der Modultische ermöglicht die optimale Anpassung an agrarische Arbeitsprozesse. Das vom EWS-Team entwickelte Design mit Sonnenfängern reduziert Wartungs- und Betriebskosten nachhaltig über die gesamte Lebensdauer der Anlage.“

Die Fläche arbeitet doppelt – tagsüber wird Strom erzeugt, ganzjährig Landwirtschaft.

Durch die gleichzeitige Nutzung für Stromerzeugung, Lebensmittelproduktion und Biodiversitätssteigerung kann der Gesamtertrag einer Fläche um bis zu 160 % gesteigert werden. Die jährliche Solarstromproduktion eines 5 Hektar großen Sonnenfelds deckt den Strombedarf von rund 1.500 Haushalten. Je größer die Anlage, desto geringer sind die spezifischen Investitionskosten pro installierte Kilowattstunde.

EWS prüft bei jedem Projekt alle relevanten Standortfaktoren wie Bodenbeschaffenheit, Sonnenstunden, Windverhältnisse, regionale Bewirtschaftungsformen und kulturspezifische Anforderungen. 

Crowdinvesting – aus der Region für die Region

In guter Abstimmung mit Gemeinden, Landwirt:innen und Betreiber:innen entwickeln wir innovative, effiziente Projekte mit Mehrwert für die Region. Mit unserem Angebot zur Bürger:innenbeteiligung für ausgewählte Projekte, wie z.B. beim EWS Sonnenfeld Pischelsdorf und beim EWS Sonnenfeld Mining, wollen wir auch die lokale Bevölkerung gezielt am Ökostromprojekt in ihrer Gemeinde beteiligen. Sie können damit aktiv zum Klimaschutz beitragen und den eigenen Lebensraum durch ein nachhaltiges Klimaschutzprojekt aufwerten.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen Teilnehmer:innen für den Besuch bei EWS und am EWS Sonnenfeld Pischelsdorf, den offenen Austausch und das große Interesse an innovativen Lösungen für die Energiezukunft!

e5-Gemeinden aus Salzburg bei einer Führung am EWS Sonnenfeld, Foto: SIR (Salzburger Institut für Raumordnung und Wohnen)
e5-Gemeinden bei EWS in Munderfing, Foto: SIR (Salzburger Institut für Raumordnung und Wohnen)
e5-Gemeinden aus Salzburg zu Besuch am EWS Sonnenfeld Pischelsdorf, Foto: SIR (Salzburger Institut für Raumordnung und Wohnen)