LiDAR-Windmessung für Windkraft: Mast, LiDAR oder SoDAR
LiDAR-Windmessung, SoDAR oder Mast: Das akkreditierte EWS Testing Center misst den Wind an Ihrem Standort und liefert den Messbericht für Ertragsgutachten.
Die Messung des standortspezifischen Windpotenzials und der Windverhältnisse ist bereits in der Vorprojektierung unverzichtbar. LiDAR und SoDAR erfassen den Wind aus der Ferne, LiDAR mit Laserlicht, SoDAR mit Schall; eine Messung mit Messmast erfasst den Wind direkt am Mast. Welches Verfahren oder welche Kombination passt, hängt von Standort und Projekt ab. Nur zeitgerechte, umfassende und professionelle Erhebungen sichern langfristig Erträge und Wirtschaftlichkeit. Sie brauchen Vorlaufzeit, wir empfehlen deshalb einen möglichst frühen Start in der Vorprojektierung.
Für die Bankfähigkeit einer LiDAR-Windmessung zählt die Messkampagne als Ganzes. Häufig wird eine Messdauer von mindestens zwölf zusammenhängenden Monaten angesetzt, damit alle Jahreszeiten abgebildet sind; die erforderliche Dauer richtet sich nach dem angewendeten Regelwerk. Die Messhöhe sollte möglichst nahe an der geplanten Nabenhöhe liegen, die Mindesthöhe richtet sich nach dem angewendeten Regelwerk, damit die Hochrechnung auf Nabenhöhe wenig Unsicherheit trägt. Anemometer werden einzeln kalibriert, wichtige Sensoren redundant eingesetzt. Fehlen Daten, fällt die Messung unvollständig aus: Datenverfügbarkeit und Datenlücken sind nach dem angewendeten Regelwerk zu bewerten und auszuweisen. Anschließend werden die Messdaten mit langjährigen Referenzdaten korreliert, damit das kurze Messjahr auf ein langjähriges Mittel hochgerechnet werden kann. Gemessen werden meist Zehn-Minuten-Mittelwerte von Windgeschwindigkeit, Böen, Turbulenz und Windrichtung sowie die Temperatur, die bei der Beurteilung möglicher Vereisung der Sensoren hilft. Die Messunsicherheit setzt sich aus Beiträgen von Sensorik, Kalibrierung, Montage und Hochrechnung zusammen. Auch der Abstand zur geplanten Anlage zählt: Ob ein Mast repräsentativ ist, hängt von Gelände, Höhenlage, Rauigkeit, Windklima und Messdauer ab; in komplexem Gelände sind die tragbaren Entfernungen deutlich kürzer als in einfachem.
Bei der Windmessung haben Mast und Fernmessung unterschiedliche Stärken. Der Mast liefert direkte Messwerte mit kalibrierten Anemometern, ist bei großen Nabenhöhen aber aufwendig, weil Klappmasten je nach Bauart nur begrenzte Höhen erreichen und darüber andere Errichtungsverfahren, etwa mit Kran, nötig werden. LiDAR und SoDAR messen in mehreren Höhen ohne Mast, brauchen aber eine Stromversorgung, die an abgelegenen Standorten oft autark sein muss, und sie müssen vor dem Einsatz verifiziert werden. In komplexem Gelände ist ein einzelner Messpunkt nur begrenzt repräsentativ, dort sind mehrere Messpunkte oder Kombinationen sinnvoll.
Das akkreditierte EWS Testing Center wickelt den gesamten Prozess ab, von der Messung über die RSD-Verifikation und Kalibrierung bis zum bankable Bericht. Der akkreditierte Messbericht bildet die Grundlage für belastbare Windgutachten und Ertragsprognosen, verlässliche Standortklassifizierungen (siehe Standorteignung von Windenergieanlagen) und fließt in standortbezogene Bewertungen ein, für Standsicherheitsgutachten sind zusätzlich standort- und anlagenspezifische Nachweise nötig. Wir entwickeln individuelle Messkonzepte für Ihren Standort, haben Erfahrung auch in komplexem Gelände und sorgen für eine zuverlässige Stromversorgung an abgelegenen Standorten. Zu unseren Referenzen zählt ein 200-Meter-Verifikationsmast.






