Naturschutzfachliche Detailerhebungen für PV-Parks und Solaranlagen
Naturschutzfachliche Detailerhebungen für PV-Parks bewerten Flächeninanspruchnahme, Habitatveränderungen und Zerschneidungswirkungen und sichern die Planung ab.
Bei Windrädern geht es um Kollisionsrisiken. Bei PV-Parks stehen die Flächeninanspruchnahme, Habitatveränderungen und Zerschneidungswirkungen im Fokus. Naturschutzfachliche Erhebungen sind deshalb ein wesentlicher Baustein bei Planung und Umsetzung. Unser Biologieteam liefert eine fundierte ökologische Bewertung, hilft Eingriffe in Natur und Landschaft zu minimieren und sichert die Einhaltung naturschutzrechtlicher Vorgaben.
Wie ein Solarpark auf die Natur wirkt, hängt stark vom Ausgangszustand ab. Auf intensiv genutzten Äckern können zusätzliche Lebensräume für Offenlandvögel entstehen, auf bereits wertvollem Offenland kommt es dagegen zu Verlusten. Feldlerche und Rebhuhn nutzen Solarparks häufig als Brut- und Nahrungshabitat, bei Arten wie Wachtel oder Grauammer fallen die Befunde uneinheitlich aus. Entscheidend sind Reihenabstand, unverschattete Flächen und die Anbindung an Lebensräume in der Umgebung. Deshalb erfassen Erhebungen die Arten und Lebensräume auf der Fläche und im Umfeld, in der Regel mit mehreren Begehungen im Frühjahr und Frühsommer. Umfang und Zeitraum der Brutvogelkartierung richten sich nach Artenspektrum, Standort und den im jeweiligen Verfahren geltenden fachlichen Standards. Erforderliche unverschattete Flächen und Reihenabstände sind standort- und artbezogen festzulegen, allgemeingültige Mindestwerte bestehen nicht; Blühstreifen, Hecken und Steinhaufen erhöhen die Attraktivität. Die Einzäunung ist so zu gestalten, dass sie die Durchlässigkeit für geeignete Arten erhält; ob sie Nester schützt, ist standortbezogen zu beurteilen. Eine strukturreiche Altfläche wie eine Deponie ist sensibler als ein intensiv genutzter Acker: Auf einer solchen Fläche können Bau und Anlagenlayout zu Verlusten von Brutrevieren führen, enge Reihenabstände können den Habitatverlust verstärken. Schlecht angebundene Standorte werden zudem von langsam einwandernden Arten kaum besiedelt. Extensive Grünlandnutzung mit regionalem Saatgut und Rücksicht auf die Brutzeiten bodenbrütender Vögel fördert die Vielfalt, offene Bodenstellen wie Lerchenfenster geben Feldlerchen Raum.
Die Ergebnisse fließen in Planung und Einreichunterlagen ein. Schutzgebiete und Wildtierkorridore sind früh zu berücksichtigen, der Artenschutz wird im konkreten Verfahren geprüft. Aus den Erhebungen entstehen Maßnahmen wie modulfreie Teilflächen, gestaffelte Mahd außerhalb der Brutzeit, Ausgleichsflächen und Bauzeitenregelungen. Das Biologieteam deckt Vögel, Fledermäuse, Amphibien, Reptilien, Botanik inkl. Biotoptypen und Insekten ab und arbeitet früh mit unserer Genehmigungsabteilung zusammen. Ob in Niederösterreich ein Ökologiekonzept erforderlich ist, richtet sich nach der aktuellen Rechtslage, der Widmung und dem konkreten Verfahren. Aussagekräftig werden Erhebungen, wenn sie vor dem Bau stattfinden und nach der Errichtung ein Monitoring folgt, idealerweise mit Referenzflächen für den Vorher-Nachher-Vergleich. So bleibt nachvollziehbar, warum bestimmte Flächen frei bleiben und welche Pflege später gilt.
Die Ergebnisse bilden die Grundlage für den naturschutzfachlichen Fachbeitrag für PV-Anlagen. Für Projekte in Deutschland erstellen wir die spezielle artenschutzrechtliche Prüfung (saP) für PV-Parks. Im Betrieb prüft das biologisch-ökologische Monitoring die gesetzten Maßnahmen. Die Pendant-Seite für Windparks finden Sie unter naturschutzfachliche Detailerhebungen für Windkraft.









