Naturschutzfachlicher Fachbeitrag für PV-Anlagen und Solarparks
Der naturschutzfachliche Fachbeitrag für PV-Anlagen dokumentiert Arten und Lebensräume und liefert die Grundlage für Ihre Genehmigung.
Bei der Planung Ihres Vorhabens sind ornithologische und biologische Gutachten ein zentraler Bestandteil, um die artenschutzrechtlichen Vorgaben einzuhalten. Wir erfassen, bewerten und dokumentieren die vorkommenden Arten und Lebensräume fachlich fundiert und anerkannt.
Unsere Gutachten liefern die naturschutzfachliche Grundlage für Genehmigungsverfahren, Umweltprüfungen und Ausgleichsmaßnahmen. Sie entsprechen dem aktuellen Stand der Technik und berücksichtigen die Anforderungen Ihres Projekts. Unser Team von 9 Biolog:innen deckt Amphibien, Insekten, Reptilien, Botanik, Vögel und Fledermäuse ab. Der naturschutzfachliche Fachbeitrag zeigt, welche Arten betroffen sind, wie stark der Eingriff ist und mit welchen Maßnahmen er sich ausgleichen lässt. Damit können Behörden und Sachverständige das Projekt nachvollziehbar beurteilen.
Für den naturschutzfachlichen Fachbeitrag sind frühzeitige Untersuchungen am Standort zentral, weil eine Anlage den Biotopwert einer ökologisch hochwertigen Fläche mindern kann. Wie sich ein Solarpark auf Arten auswirkt, hängt stark von Standort, Vornutzung und Pflege ab. Auf zuvor intensiv genutzten Flächen können bei extensiver Folgenutzung einzelne Artengruppen wie Bestäuber, Heuschrecken und Laufkäfer begünstigt werden, auf bestehendem extensivem Grünland sind eher negative Effekte möglich. Manche Vogelarten werden verdrängt, etwa Wachtelkönig, Raubwürger oder Neuntöter, andere wie Bachstelze und Bluthänfling profitieren; Ob Feldlerche, Braunkehlchen oder Grauammer eine Anlage nutzen, ist standortbezogen zu untersuchen und hängt unter anderem von Layout und Pflege ab. Bodenbrüter können Anlagen mit einem naturschutzfachlichen Pflegekonzept besiedeln, zentrale Bereiche großer Anlagen sind tendenziell artenärmer als die Ränder. Bei Insekten zählen ein durchgehendes Blühangebot, genug Raum zwischen den Reihen und Sonneneinstrahlung; Wasserinsekten können durch spiegelnde Modulflächen zur Eiablage verleitet werden. Für Reptilien sind Verstecke und Eiablageplätze wichtig, für Amphibien Gewässer. Zäune wirken als Barriere, ein Spalt an der Unterkante hält Wege für Hasen, Füchse und Dachse offen. Fledermäuse sind innerhalb der Anlagen offenbar weniger aktiv, an den Außenrändern dagegen teils artenreicher. Für viele Artengruppen liegen in Österreich nur wenige belastbare Felddaten vor. Auf Basis allgemeiner Erfahrungswerte lässt sich ein Projekt deshalb nicht abschließend beurteilen. Erst Erhebungen vor Ort zeigen, welche Arten am Standort tatsächlich vorkommen und welche Maßnahmen wirken.
Im naturschutzfachlichen Fachbeitrag folgt die Eingriffsregelung der Reihenfolge Vermeidung, Minderung, Ausgleich. Typische Maßnahmen sind extensive Pflege ohne Mulchen, Stein- und Totholzhaufen, Hecken, Blühstreifen, Kleingewässer und größere Modulabstände; ein Ziel-, Maßnahmen- und Pflegeplan sichert die Wirkung auf Dauer. Schutzgebiete bestimmen den Spielraum: Naturschutzgebiete sind als Standort in der Regel ausgeschlossen, in Europaschutzgebieten gilt die Naturverträglichkeitsprüfung. Zuvor erheben wir die Daten bei den naturschutzfachlichen Detailerhebungen für PV-Parks, in Deutschland mit der saP für PV-Parks. Das Verfahren begleiten wir mit der fachlichen Begleitung des Bewilligungsverfahrens, spätere Anpassungen deckt das Änderungsverfahren für PV-Projekte ab. Für Agri-PV auf Acker- und Grünland entwickelten wir den EWS Sonnenfeld®.









