Bewirtschaftungskonzepte für Agri-PV und Solarparks

Technologie
Solar
Tätigkeitsfeld
Schlüsselfertig
Gutachten / Fachbeiträge / Prüfungen
Phase
Planung
Subphase
Genehmigungsplanung

Bewirtschaftungskonzepte für Agri-PV und Solarparks: Flächennutzung nachvollziehbar planen und für das Genehmigungsverfahren dokumentieren.

Ein Bewirtschaftungskonzept beschreibt, wie die Fläche einer PV-Anlage genutzt und gepflegt wird. Bei Agri-PV spielt dabei die landwirtschaftliche Nutzung eine zentrale Rolle. Behörden und Sachverständige erwarten im Verfahren eine nachvollziehbare Darstellung. Wir erstellen das Bewirtschaftungskonzept für Agri-PV und Freiflächen-PV im Rahmen der Genehmigungsplanung; unsere Expert:innen decken dafür alle notwendigen Fachbereiche ab.

Agri-PV verbindet landwirtschaftliche Produktion und Stromerzeugung auf derselben Fläche. Im Ackerbau haben sich drei Systeme etabliert: fix aufgeständerte Anlagen, einachsig nachgeführte Systeme und vertikal montierte, bifaziale Module in Zaunbauweise. Entscheidend ist, dass der überwiegende Teil der Fläche weiterhin bewirtschaftbar bleibt; der landwirtschaftlich nutzbare Flächenanteil hängt von Anlagenlayout, Bewirtschaftung und der verwendeten Berechnungsmethode ab und ist projektbezogen auszuweisen. Die Verankerung erfolgt meist ohne Versiegelung über leicht rückbaubare Rammfundamente. Dafür muss der Abstand der Modulreihen zur Breite der Maschinen passen. Fahrgassen und Feldstreifen sind anhand der eingesetzten Maschinen, Arbeitsbreiten und Wendeflächen im Bewirtschaftungskonzept zu dimensionieren, dazu kommt der Abstand zu den Aufständerungen. Bei eingezäunten Anlagen kommen Wendeflächen hinzu, und bei nachgeführten Systemen lassen sich Streifen unter den Modulen nur eingeschränkt maschinell bearbeiten. Das Konzept hält fest, welche Kulturen oder welche Grünlandnutzung vorgesehen sind und wie Bauhöhe und Arbeitsbreite der Maschinen berücksichtigt werden. Diese technischen Grundlagen sollten mit der Anlagenausstattung des PV-Parks abgestimmt sein.

Im Bewirtschaftungskonzept ist die Verschattung zu berücksichtigen, denn sie wirkt je nach Kultur unterschiedlich. Hirse reagiert empfindlich auf enge Reihenabstände, die Ertragswirkung bei Winterweizen hängt von Standort, Kulturführung und Anlagenlayout ab und ist anhand standortbezogener Daten zu beurteilen, und größere Reihenabstände können je nach Kultur, Standort und Anlagenlayout Lichtverteilung und Wachstum beeinflussen. Auf Grünland und auf Flächen unter den Modulen zählt die Pflege: Mähen oder Beweiden mit extensiver Bewirtschaftung, wobei Zeitpunkt und Häufigkeit auch eines Mulchens an den Bewirtschaftungszielen und naturschutzfachlichen Anforderungen auszurichten sind, und Blühangebote für Bestäuber. Nicht bewirtschaftete Bereiche können als Blüh- und Habitatflächen dienen. Welche Wirkung die Anlage auf die Artenvielfalt hat, hängt von der Vornutzung ab: Auf zuvor intensiv genutzten Flächen sind bei extensiver Folgenutzung meist positive Effekte auf Bestäuber und Insekten zu erwarten, auf bestehendem extensivem Grünland eher negative. Bodenbrüter können Anlagen mit einem naturschutzfachlichen Pflegekonzept besiedeln, während die zentralen Bereiche großer Anlagen tendenziell artenärmer sind als die Ränder. Zudem kann Agri-PV bei extremer Witterung Einkommensverluste abfedern. Auch die Einzäunung spielt hinein, denn ein Spalt an der Unterkante hält Wege für Feldhasen, Füchse und andere Tiere offen. Diese Punkte greift der Naturschutzfachliche Fachbeitrag fachlich auf.

Auch Förderung und Verfahren stellen Anforderungen. Im Fördersystem des EAG wird Agri-PV anders behandelt als eine herkömmliche Freiflächenanlage auf Acker- oder Grünland; welche Nachweise zur landwirtschaftlichen Hauptnutzung erforderlich sind, richtet sich nach dem anwendbaren EAG-Förderregime und den jeweiligen Ausschreibungsbedingungen. Im Raumordnungsrecht einzelner Bundesländer muss im Grünland die Notwendigkeit einer Anlage für den Betrieb anhand eines Betriebskonzepts dargelegt werden. Im Genehmigungsverfahren steht das Konzept neben weiteren Unterlagen wie dem Blendgutachten und der fachlichen Begleitung des Genehmigungsverfahrens. Mehr zu unseren Agri-PV-Projekten finden Sie beim EWS Sonnenfeld®.

Ihre Vorteile bei Bewirtschaftungskonzepten
Langjährige Erfahrung in der Planung, Umsetzung und dem Betrieb von PV-Projekten
Fundiertes Behördenwissen und Kenntnisse der Sachverständigenanforderungen
Kompetente Rundumbetreuung: Unsere Expert:innen decken alle notwendigen Fachbereiche ab
Schlüsselfertige Agri-PV-Anlagen: unser Highlight, das EWS Sonnenfeld®