Elektrotechnische Planung und Netzberechnungen für Windparks
Elektrotechnische Planung für Windparks: Konzeption, Trassenfestlegung und Netzberechnungen für eine genehmigungsfähige Einspeiselösung.
Die elektrotechnische Planung eines Windparks erfordert Fachwissen und ein gutes Gespür für technische Zusammenhänge. Es gibt viele Fragestellungen und Varianten, und jede Entscheidung wirkt sich auf den Projekterfolg aus. Wir übernehmen die komplette Konzeption und Trassenfestlegung, von der windparkinternen Verkabelung über die Netzableitung bis zum Einspeisepunkt der Netzbetreiberin.
Dafür erheben wir Einbauten im Detail und führen moderne Netzberechnungen durch: Lastfluss, Kurzschluss, Verlustoptimierung und thermische Dimensionierung. Die Netzrückwirkungen zeigen, ob Ihr Windpark netzverträglich ist. So entsteht eine technisch umsetzbare, netzoptimierte und genehmigungsfähige Lösung. Wir planen SF-6-frei, binden Batteriespeicher frühzeitig ein und berücksichtigen notwendige Umspannwerke.
Was die Berechnungen leisten müssen, geben die Netzbetreiber über die Anschlussbedingungen vor. Der Lastfluss zeigt, wie sich Leistung und Spannung im Parknetz und am Netzanschlusspunkt verteilen. Für die Kurzschlussberechnung stellt die Netzbetreiberin auf Anfrage Grundlagen wie Kurzschlussleistung und Betriebspunkt bereit. Bei der Blindleistung kann sie ein Regelverfahren vorgeben, etwa einen festen cos φ, eine Kennlinie cos φ(P), eine Spannungsregelung Q(U) oder eine fixe Blindleistung. Das Blindleistungsverfahren und der Sollwert sind gemäß der geltenden TOR und den Anschlussbedingungen des Netzbetreibers festzulegen, ebenso der geforderte Blindleistungsbereich und mögliche Wirkleistungsbegrenzungen. Die Anlage muss in festgelegten Spannungsbändern am Netz bleiben, nichtsynchrone Anlagen müssen eine Spannungsregelung unterstützen können. Bei Netzfehlern müssen nichtsynchrone Anlagen mit Anschluss ab Mittelspannung in der Lage sein, einen Blindstrom von mindestens der Höhe des Bemessungsstroms einzuspeisen, und nach der Fehlerklärung soll die Wirkleistung so rasch wie technisch möglich wieder steigen. Für die Leitung zwischen Anlage und Netzanschlusspunkt kann eine Blindleistungskompensation verlangt werden. Die zulässigen Netzrückwirkungen sind Teil des Anschlusskonzepts, den Nachweis erbringen Konformitätstests und Simulationen. Die Anlage muss für das Durchfahren mehrerer aufeinanderfolgender Netzfehler ausgelegt sein und darf sich vom Netz trennen, wenn dabei die thermischen Auslegungsgrenzen überschritten werden. Anforderungen an die dynamische Blindstromstützung, einschließlich des Verstärkungsfaktors, richten sich nach Anlagenklasse, Netzebene und den geltenden Anschlussregeln, und für Anschlüsse unter und ab 110 kV gelten getrennte Spannungs-Zeit-Profile. Schutzeinstellungen dürfen die Fähigkeit zur Fehlerdurchfahrt nicht gefährden.
Die elektrotechnische Planung greift in viele andere Fachbereiche ein, etwa in die Trassenführung, die Bauplanung und die Genehmigung. Deshalb stimmen wir sie eng mit unserer Genehmigungsabteilung ab. Ihr Vorteil: Risiken werden früh sichtbar, und der Netzbetreiberin liegt eine nachvollziehbare Planung vor. Die Grundlage bildet die netztechnische Konzepterstellung mit Abstimmung der Netzbetreiberin. Ergänzt wird die Planung durch die bautechnische Planung der Windparkinfrastruktur, danach folgt die Ausführungsplanung. Für PV-Projekte gibt es die elektrotechnische Planung für PV-Anlagen. Bei Vorhaben in Deutschland kommen weitere Fachgutachten hinzu, etwa das Gutachten zur Luftreinhaltung.





