Entwurfsplanung Windpark: Standort, Netz, Natur, Bau u. a.

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Entwurfsplanung für Windparks: Wir klären Standorteignung, Netzanschluss, Naturschutz und Infrastruktur und schaffen die Basis für die Genehmigung.

Die Entwurfsplanung baut auf der Vorprojektierung auf und bereitet die Genehmigungsplanung vor. In dieser Phase konkretisieren wir Ihr Windenergieprojekt Schritt für Schritt: Wir klassifizieren den Standort und bewerten seine Eignung, führen naturschutzfachliche Detailerhebungen zu Vögeln, Fledermäusen, Reptilien, Amphibien und Insekten durch und ermitteln die Schallimmissionen an den maßgeblichen Immissionsorten. Diese Daten sind die Grundlage für ein optimiertes Windpark-Layout. Das Ergebnis ist ein Entwurf, der Energieertrag, Abstände, Schall, Schatten und Naturschutz gegeneinander abwägt und diese Abwägung nachvollziehbar macht. Bei jeder Windkraftanlage im Park zählt dabei nicht nur der einzelne Standort, sondern das Zusammenspiel im gesamten Windpark.

Die Standortklassifizierung folgt dem Prinzip der Norm IEC 61400-1: Eine Windenergieanlage ist für eine Windklasse ausgelegt, die sich aus der Referenzwindgeschwindigkeit und der Turbulenzkategorie ergibt. Die Bedingungen am Standort dürfen diese Annahmen nicht überschreiten. Bei der Turbulenz zählt auch der Nachlauf benachbarter Anlagen. Das Layout wirkt deshalb auf die Eignungsbewertung zurück: Dieselbe Windkraftanlage kann im engen Raster anders zu beurteilen sein als an einem Einzelstandort. Wegen dieser Wechselwirkung werden Layout, Schall und Eignung gemeinsam betrachtet und nicht nacheinander abgehakt. Dazu kommt die Beurteilung der Schallimmissionen: Sie erfolgt an den maßgeblichen Immissionsorten, also an den nächstgelegenen schutzbedürftigen Nutzungen, und hängt von der gewählten Anlagenposition ab. Ebenso beeinflusst die Positionierung den Schattenwurf und die Wirkung auf das Landschaftsbild. Ein Entwurf, der diese Größen früh gemeinsam betrachtet, lässt sich im Verfahren leichter vertreten.

Parallel entstehen die technischen Konzepte. Das netztechnische Konzept umfasst die Netzanfrage und die Abstimmung mit der Netzbetreiberin. Die bautechnische Konzepterstellung plant Wege, Kabeltrassen sowie Bau-, Fundament- und temporäre Logistikflächen. Wind und Photovoltaik ergänzen sich im Jahresverlauf, denn Windkraft liefert im Winter mehr, PV im Sommer. Soll ein Windpark später um Photovoltaik oder einen Speicher erweitert werden, kann der Netzanschluss gemeinsam genutzt werden. In der Praxis regelt dann meist eine Zusatzvereinbarung zum Netzzugangsvertrag die Mitbenutzung, und die vereinbarte Summeneinspeiseleistung darf nicht überschritten werden. Wie viel Leistung am Anschlusspunkt tatsächlich anliegt, klärt die Lastganganalyse für Hybridparks.

Auch die Verfahrensfragen gehören zur Entwurfsplanung. Windenergieanlagen sollen vorrangig auf Flächen entstehen, die planungsrechtlich dafür bestimmt sind. Ab bestimmten Schwellenwerten für Gesamtleistung oder Anlagenzahl ist eine Umweltverträglichkeitsprüfung nach dem UVP-G 2000 durchzuführen; in besonders schutzwürdigen Gebieten gelten niedrigere Schwellen. Je nach Bundesland kommen eigene Zonierungen und Prüfschritte hinzu. Wir erstellen daher Fachbeiträge zu Schall, Schatten, Landschaftsbild und Forstwirtschaft für die strategische Umweltprüfung (SUP) und bereiten Ihr Projekt damit auf das Verfahren vor. Die Ergebnisse der Entwurfsplanung gehen anschließend in die Genehmigungsplanung ein und bilden die Basis für die Einreichunterlagen.

Ihre Vorteile bei der Entwurfsplanung für Windparks
Über 30 Jahre Erfahrung in der Planung und Umsetzung von Windenergieprojekten
Mehr als 2.300 MW an realisierten Windparkprojekten
Interdisziplinäre Zusammenarbeit: enge Abstimmung mit Biologie, Elektrotechnik und weiteren Fachbereichen
Planung nach aktuellen Normen, Richtlinien und behördlichen Anforderungen