Abfallwirtschaftskonzept für Windparks und Windenergieanlagen
Abfallwirtschaftskonzept für Windparks: praxisnah, nachvollziehbar und über den gesamten Lebenszyklus Ihrer Windenergieanlagen gedacht.
Benötigen Sie für Ihr Windenergieprojekt ein Abfallwirtschaftskonzept? Wir entwickeln Konzepte, die den gesamten Lebenszyklus der Anlagen berücksichtigen: von Bau- und Betriebsabfällen bis zu Recycling und umweltgerechter Entsorgung der Komponenten. So erhalten Behörden und Sachverständige eine nachvollziehbare Unterlage, und Sie schaffen nachhaltige Lösungen, die ökologische Belastungen in allen Projektphasen minimieren.
In Österreich bildet das Abfallwirtschaftsgesetz 2002 den Rahmen, vor allem mit der Abfallhierarchie: Die Abfallhierarchie räumt der Vermeidung Vorrang ein, gefolgt von Vorbereitung zur Wiederverwendung, Recycling, sonstiger Verwertung und Beseitigung. Daneben spielen die Deponieverordnung, die Abfallverzeichnisverordnung und die Recycling-Baustoffverordnung eine Rolle. In der Bauphase fallen vor allem Bodenaushub, Rodungsholz, Betonabbruch sowie gefährliche und nicht gefährliche Abfälle an. Bodenaushub soll nach Möglichkeit vor Ort verwertet werden, seine Qualität wird vorab charakterisiert. Eine Verwertung von Rodungsholz auf der Fläche kommt nur in Betracht, wenn sie fachlich geeignet und nach den maßgeblichen Bewilligungen zulässig ist. Im Betrieb entstehen bei Service und Wartung Öle, Fette und Getriebeöl, die befugte Entsorger übernehmen. Art und Häufigkeit der Dokumentation richten sich nach den gesetzlichen Vorgaben sowie den projektbezogenen Auflagen, und bei einem Brand werden die Rückstände gesetzeskonform entsorgt.
Ein solches Konzept beschreibt außerdem das Lager- und Trennkonzept auf den Baustelleneinrichtungsflächen, die Übergabe nur an befugte Sammler und Behandler sowie die laufende Dokumentation von Art, Menge, Herkunft und Verbleib. Betonabbruch wird in dichten Containern gelagert, für Ölunfälle werden Bindemittel vorgehalten, und verunreinigtes Erdreich ist umgehend zu entfernen, zu untersuchen und entsprechend seiner abfallrechtlichen Einstufung ordnungsgemäß zu verwerten oder zu entsorgen. Beim Rückbau gilt der Vorrang der Wiederverwendung vor dem Recycling, entsorgt wird nach den Vorschriften zum Zeitpunkt des Rückbaus. Stahl aus Turm und Bewehrung geht als Sekundärrohstoff in die Stahlproduktion, zerkleinerter Beton lässt sich im Wegebau verwenden, Kupfer und Aluminium sind gut einschmelzbar. Ein großer Teil der Masse einer Windenergieanlage kann je nach Bauteil und verfügbaren Verwertungswegen wiederverwendet oder verwertet werden. Rotorblätter bestehen überwiegend aus glas- und kohlefaserverstärkten Kunststoffen und werden heute meist thermisch verwertet, etwa in der Zementherstellung. Das Recycling von Permanentmagneten mit seltenen Erden ist bisher gering. Der Umfang der Fundamententfernung richtet sich nach den Genehmigungsunterlagen und den Auflagen für den konkreten Rückbau; insbesondere bei unteren Fundamentsegmenten urteilen Behörden unterschiedlich. Auslegung und genehmigte Betriebsdauer sind anlagenspezifisch, für Rückbau und Repowering sind die jeweiligen Genehmigungsunterlagen maßgeblich; deshalb wird der Rückbau früh mitgedacht. Generatoren und Getriebe lassen sich möglichst als Ersatzteile weiterverkaufen.
Wir kennen die Anforderungen der Behörden und Sachverständigen und setzen moderne Berechnungs- und Analysemethoden ein. Unsere Analysen und Berichte sind unabhängig, faktenbasiert und lösungsorientiert. Mehr als 40 positiv abgewickelte UVP-Verfahren sind unsere Erfahrungsbasis. Das Konzept ist Teil Ihrer Einreichunterlagen. Wir ergänzen es durch UVE-Fachbeiträge und das Luftgütegutachten, denn Aushub und Baustellenverkehr betreffen auch die Luftqualität. Das Bewilligungsverfahren begleiten wir von der Einreichung bis zum Bescheid. Für die Zeit nach dem Betrieb stehen fachkundige Rückbaukonzepte zur Verfügung.





