Rückbaukonzept für Windenergieanlagen beim Repowering

Technologie
Wind
Tätigkeitsfeld
Gutachten / Fachbeiträge / Prüfungen
Technische Bauleistungen
Technische Planungsleistung
Phase
Repowering
Subphase
Repowering

Rückbaukonzept für Windenergieanlagen: Als geprüfte Rückbaukundige Person planen wir den sicheren, rechtskonformen und umweltgerechten Rückbau Ihres Windparks.

Ein professionell geplantes Rückbaukonzept ist ein zentraler Bestandteil jedes Repowering-Projekts. Wir entwickeln als geprüfte Rückbaukundige Person Lösungen, die technische Präzision, Wirtschaftlichkeit und Umweltschutz verbinden, für einen sicheren, nachhaltigen und rechtskonformen Rückbau Ihrer Windenergieanlagen. Unsere Expert:innen erfassen und bewerten den Anlagenbestand und planen Demontage, Verkauf, Logistik sowie Recycling bzw. Entsorgung. Der Rückbau ist keine reine Baustellenfrage. Bauschall, Staub, Transporte und Eingriffe in Boden und Flächen müssen im Verfahren plausibel dargestellt werden, und bei einem Repowering lassen sich Rückbau und Neubau zeitlich verschränken, um den Stillstand am Standort kurz zu halten.

Wir berücksichtigen die Auswirkungen des Rückbaus, etwa Bauschall und temporäre Emissionen, und minimieren die Belastung von Boden und Luft. Das Rückbaukonzept erstellen wir nach der Recycling-Baustoffverordnung (RBV). Sie knüpft an die Menge der anfallenden Bau- und Abbruchabfälle an: Fallen mehr als 750 Tonnen an, sind die Schad- und Störstoffe vorab durch eine rückbaukundige Person zu erkunden, und der Rückbau erfolgt verwertungsorientiert nach ÖNORM B 3151. Bei einer Windenergieanlage fallen vor allem Fundament und Turm mengenmäßig ins Gewicht.

Auch die Baustelle selbst ist geregelt. Gefährliche Abfälle sind vor Ort von den übrigen Abfällen zu trennen, ebenso Bodenaushub, mineralische Abfälle, Metalle und Holz. Die Rückbaudokumentation muss auf der Baustelle aufliegen, die Unterlagen sind mindestens sieben Jahre aufzubewahren. Die Verantwortung trägt die Bauherrschaft, auch wenn sie Aufgaben vertraglich überträgt. Die Rückbauarbeiten überwachen wir fachkundig und dokumentieren sie vollständig nach den rechtlichen Anforderungen. Ein großer Teil der Anlagenmasse lässt sich je nach Material und verfügbaren Behandlungswegen verwerten, Verwertungs- und Recyclingquoten sind projektbezogen zu belegen. Generatoren und Getriebe finden vielfach Abnehmer auf dem Gebrauchtmarkt, was für die Planung des Verkaufs relevant ist. Rotorblätter bestehen überwiegend aus glasfaserverstärktem Kunststoff mit Epoxidharz, seit etwa 2010 kommt zunehmend Kohlefaser hinzu, deren Verwertung noch in Entwicklung ist. Windenergieanlagen sind meist auf rund 20 Jahre ausgelegt, danach stehen der Weiterbetrieb mit aufwendigen Prüfungen oder das Repowering zur Wahl.

Technisch folgt der Rückbau in der Regel einer festen Reihenfolge. Betriebsmittel wie Öle und Fette werden zuerst entfernt, dann werden Rotorblätter, Gondel und Turm abgebaut, zuletzt das Fundament. Stahl, Kupfer und Aluminium lassen sich stofflich verwerten, Beton kann gebrochen und als Baustoff eingesetzt werden. Rotorblätter aus faserverstärktem Kunststoff sind die anspruchsvollste Fraktion. Zuwegungen, Kranstellflächen und Kabeltrassen werden zurückgebaut, sofern der neue Windpark sie nicht weiterverwendet. Das Rückbaukonzept für Windenergieanlagen gehört zur Planung des Repowerings und fließt in die fachliche Begleitung des Bewilligungsverfahrens ein. Für die Entsorgung bestimmter Materialien gibt es die Abfallwirtschaftskonzepte. Auf den Rückbau folgt die Umsetzung des neuen Windparks, danach die Betriebsführung beim Repowering.

Ihre Vorteile beim Rückbaukonzept
Hohe Qualität durch zertifizierte Fachkunde
Alles aus einer Hand: weniger Aufwand, mehr Sicherheit
Rückbaukonzept nach RBV, fachgerecht und rechtskonform
Fachkundige Überwachung der Rückbauarbeiten
Vollständige Dokumentation nach den rechtlichen Anforderungen