Repowering von Windkraftanlagen: Planung und Genehmigung
Repowering Windkraft: Wir modernisieren bestehende Windenergieanlagen und heben Ihr Projekt technisch und wirtschaftlich auf ein zeitgemäßes Niveau.
Beim Repowering von Windkraftanlagen werden ältere Anlagen häufig durch deutlich leistungsstärkere ersetzt; die Anlagenzahl kann dabei sinken, gleich bleiben oder steigen. Der Standort kann gleich bleiben oder sich verschieben, je nach wirtschaftlichen und planerischen Kriterien. Der Reiz liegt auf der Hand: Größere Rotoren und höhere Türme nutzen den Wind in größerer Höhe, und vorhandene Zufahrten, Kabeltrassen und Netzanschlüsse lassen sich oft weiterverwenden. In Österreich standen Ende 2025 rund 1.450 Windenergieanlagen mit gut 4.200 MW, viele davon aus den frühen Jahren des Ausbaus. Mit dem Ersatz alter durch neue Anlagen lässt sich der Ertrag eines Standorts deutlich steigern. Wie stark der Zuwachs ausfällt, hängt von Standort, Alter der Bestandsanlagen und gewählter Anlagentechnik ab, weshalb der Ertrag in der Vorprojektierung standortbezogen zu ermitteln ist. Ebenso sind in dieser Phase Netzanschluss, Raumordnung und Genehmigungsfähigkeit früh zu klären. Das Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz zielt darauf ab, bis 2030 zusätzlich zehn Terawattstunden Windstrom bereitzustellen. Repowering allein reicht dafür nicht aus, es ergänzt den Zubau auf neuen Flächen.
Von der Vorprojektierung über die Entwurfsplanung bis zur Genehmigungsplanung und der fachlichen Begleitung im Bewilligungsverfahren sichern wir Ihr Repowering-Projekt von Anfang an ab. Ein interdisziplinäres Team plant Anlagenlayouts, Infrastruktur und Netzanbindung und denkt Hybridlösungen mit Wind, PV und Speicher von Beginn an mit (Hybridparkplanung). Die enge Abstimmung mit Behörden und Netzbetreiber:innen soll eine zügige und regelkonforme Umsetzung ermöglichen. Ob ein Standort für neue Anlagen geeignet ist, klären wir mit der Standorteignung von Windenergieanlagen.
Auf dem Weg vom Bestand zum neuen Park gibt es typische Hürden, die früh geklärt werden sollten. Viele frühe Anlagen würden heutige Abstandsregeln zu Wohngebieten nicht mehr erfüllen. Der vorhandene Netzanschluss reicht für die höhere Leistung häufig nicht aus, sodass Netzanschluss oder Umspannwerk angepasst werden müssen. Wegen der geänderten Lastannahmen sind die Fundamente neu zu bemessen, ob vorhandene weiterverwendet werden können, ist im Einzelfall zu prüfen, und in Gebirgslagen können enge Straßen den Transport langer Rotorblätter erschweren. Hinzu kommt der Blick auf die Raumordnung: Das UVP-G sieht vor, Windkraftanlagen vorrangig auf Flächen des überörtlichen Windenergie-Raumplans des jeweiligen Bundeslandes zu errichten. Auch die Anlagentechnik ändert sich: Moderne Anlagen sind oft leiser, drehen langsamer und lassen sich besser ins Netz integrieren, etwa durch die Bereitstellung von Blindleistung und Regelleistung.
Zu jedem Repowering-Projekt gehören mehr Aufgaben als die Planung. Mehr dazu finden Sie in unseren Leistungen zu Rückbaukonzepten, zur fachlichen Begleitung im Bewilligungsverfahren, zu naturschutzfachlichen Leistungen im Repowering sowie zur Umsetzung mit Projektfinanzierung, Ausführungsplanung und Baumanagement. Für Ihre Investitionsentscheidung bieten wir die Technische Due Diligence für Windparks.
